Das Gesundheitswesen - ein kulturelles Gut, das es zu erhalten gilt.

Die Medizin befindet sich in der absurden Lage, Opfer ihres eigenen Erfolgs geworden zu sein. Ihre Fortschritte sind beeindruckend, sie kann heute Kranke heilen, für die es lange keine Hoffnung gab. Zusammen mit einer höheren Lebenserwartung führt dies aber zu höheren Kosten und damit zum Ruf, die Medizin zu beschneiden, weil sie sonst finanziell nicht mehr tragbar sei.

Die Gesundheitsökonomie arbeitet bei ihrem Ansinnen, dies zu leisten, mit Konzepten, die dem Wesen der Medizin diametral entgegenlaufen. Was Wunder, ist die Kommunikation zwischen den beiden geprägt von Missverständnissen. Die Medizin ist von der Ökonomie zusehends verstört und wird in ihrem Handeln fehlgeleitet. Dies hat zur Folge, dass die Qualität ihrer Arbeit tendenziell sinkt und gleichzeitig die Kosten steigen, was wiederum zum Ruf nach noch mehr Intervention führt. Ein Teufelskreis.

Ein so zentrales Gut wie das Gesundheitswesen darf nicht ausgehöhlt werden. Es zu erhalten und zu optimieren bedingt eine Verbesserung des Dialogs zwischen Medizin und Ökonomie. Die Fairfond Stiftung für Fairness im Gesundheitswesen setzt sich dafür ein.